Jeder Grundstückseigentümer ist nach dem bundesweit geltenden Wasserhaushaltsgesetz (§ 60 WHG) dazu verpflichtet, seine privaten Abwasseranlagen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu errichten, zu betreiben und zu unterhalten. Betreiber von Abwasseranlagen sind darüber hinaus verpflichtet, den Zustand, die Funktionsfähigkeit, die Unterhaltung und den Betreib der Anlagen selbst zu überwachen (§ 61 WHG).

Die Funktionsfähigkeit von Abwasserleitungen richtet sich grundsätzlich nach den bundesweit allgemeinen anerkannten Regeln der Technik in Form der DIN 1986 Teil 30 und der DIN EN 1610.

Das nordrhein-westfälische Landeswassergesetz konkretisiert diese Anforderungen in der Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen (SüwVO Abw): Abwasserleitungen in Wasserschutzgebieten, die vor 1965 erbaut wurden (häusliche Abwässer) sowie Abwasserleitungen mit industrieller oder gewerblicher Nutzung, die vor 1990 errichtet wurden, müssen bis zum 31.12.2015 überprüft werden. Alle anderen Abwasserleitungen in Wasserschutzgebieten müssen bis zum 31.12.2020 geprüft werden.

Außerhalb von Wasserschutzgebieten sind bestehende Abwasserleitungen, die zur Fortleitung industriellen oder gewerblichen Abwassers dienen, für das Anforderungen in einem Anhang der Abwasserverordnung festgelegt sind, erstmals bis spätestens zum 31.12.2020 auf Zustand und Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen.

Wurden diese Abwasserleitungen jedoch schon zwischen 1996 und 2013 nach den zum Zeitpunkt der Prüfung geltenden Anforderungen geprüft, so ist eine erneute Prüfung nicht nötig.

Bei einer Erst-Errichtung oder nach einer wesentlichen Änderung von privaten Abwasserleitungen, sind diese unverzüglich zu prüfen.

Die Entwässerungssatzung der Gemeinde Südlohn regelt Detailfragen, die in Südlohn und Oeding zu beachten sind.